Müssen wir immer von “Diversität” sprechen?

Ich habe das Wort selbst in einen meiner Blogposts groß geschrieben. Sogar an die Überschrift gesetzt. Warum? Weil es irgendwie in den “Jargon” übergegangen ist, und das, was ich meinte, eben am besten unter dieses “Keyword” fiel. Da kann ich machen, was ich will, der Blogbeitrag wird dennoch am besten unter dem Stichwort “Diversität” gefunden. Um ehrlich zu sein aber, hätte ich gerne ein anderes Wort gewählt. Ich wünschte, das Wort “Diversität”, so, als Stichwort und Konzept, würde nicht existieren.

Diversität ist der Gegenpol zur Diskriminierung

Wir brauchen es, weil wir in einer einseitigen Gesellschaft leben, uns in einer Narrative aufhalten, die diskriminiert und benachteiligt. Würde Diskriminierung nicht existieren, bräuchte es auch keine Diversität als Konzept. Was können wir tun? Dieses Wort weiterhin benutzen? Ein anderes Wort wählen?

Zwei Seiten der Münzen

Auch, wenn die Welt wesentlich komplexer ist, erlaube ich mir, zu behaupten, beim Thema Diskriminierung gibt es vorerst zwei Seiten: jene, die Diskriminierung an der eigenen Haut zu spüren bekommen haben, und jene, die es nicht zu spüren bekommen haben. Letztere Gruppe verfügt über ein Privileg, über welches sie sich in den meisten Fällen gar nicht bewusst ist.

Bewusstsein schaffen

Wenn du dich auf der Seite befindet, die Diskriminierung nie an der eigenen Haut zu spüren bekommen hat, kannst du dich glücklich schätzen. Mit diesem Glück kommt auch eine große Verantwortung. Du kannst die Welt retten? Nun, du kannst sie zu einem freundlicheren Ort machen. Jeden Moment. Setz dich mit dem Thema auseinander. Als Literatur zum Einsteigen ist zum Beispiel Exit Racism oder Why I no longer talk to white people about race zu empfehlen. Tolle Accounts auf Social Media sind @wirmuesstenmalreden und @nowhitesaviors.

Die Taten hinter den Worten

Es ist leicht, große Worte in den Mund zu nehmen. Weniger leicht ist es, sie wirklich umzusetzen und sie Realität werden zu lassen. Wenn wir von Diversität sprechen, können wir uns erst einmal damit auseinandersetzen, wie wir es definieren. Wie andere es definieren. Warum wir dieses Wort benutzen. Wie die Welt jetzt ist, und wie wir sie gerne haben möchten. Was fehlt. Was wir tun können. Und auch, was wir nicht tun können.

Eine Welt ohne Diversität…

…wäre eine, in welcher das Wort nicht mehr nötig wäre. In welcher es wirklich egal wäre, wo wir geboren wurden, welchen Farbe unser Reisepass hat, welches Geschlecht wir haben, wen wir wie lieben, was unsere Eltern gemacht haben … oh, die Liste ist lang. Leider. Fangen wie noch heute an, uns über diskriminierende Strukturen und Stereotypen bewusst zu werden, und sie zu brechen, wann auch immer wir können.

Ich werde mir überlegen, das Wort “Diversität” aus meinem Vokabular zu streichen. Anstatt dessen werde ich einfach von Menschlichkeit sprechen.

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Published by Ariane Vera

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