4 Tipps für den Wocheneinkauf – wie ich gelernt habe, nachhaltig einzukaufen

Ob wir es wollen oder nicht – die Erde wird immer wärmer. Alles so weiterlaufen zu lassen, wie bisher gehabt, geht leider nicht. Deshalb fangen wir am besten jetzt schon damit an, nach Alternativen Ausschau zu halten, die unseren täglichen ökologischen Fußabdruck etwas kleiner werden lassen. Allein durch das, was in unseren (Stoff-)taschen landet, können wir jede Menge dafür tun, den Planeten zu schützen.

Doch nicht nur das – Lebensmittel nachhaltig einzukaufen ist ein perfektes Beispiel dafür, dass es bei einem nachhaltigen Lebensstil um zwei Dinge geht: auf den Planeten und auch auf den eigenen Körper aufzupassen. Für keinen der beiden sind Unmengen an Plastik gesund – ebenso wenig wie Fertiggerichte, die jede Menge Müll für den Planeten, und Müll für den Körper in Form von z.B. Konservierungsstoffen bedeuten.

Leider ist es (noch) nicht immer so einfach, den Wocheneinkauf auf nachhaltige Art und Weise zu erledigen – noch steckt jede Menge eigene Arbeit dahinter. Indem man einfach so in den Supermarkt geht, die Produkte aus der Werbung in den Wagen legt, und an der Kasse alles in Plastiktüten packt, hat man leider noch nicht die Welt gerettet. Eher das Gegenteil. Gute Neuigkeiten – es geht auch anders! 

Für mich war es ein Prozess mit vielen kleinen Schritten, bis ich “den Dreh herausbekommen habe”. Hier sind ein paar Tipps, die ich auf dem Weg dorthin mitgenommen habe, und die es etwas erleichtern, nicht ganz zur “Umweltsau” zu werden, sobald der Kühlschrank danach aussieht, als ob er wieder gefüllt werden müsste.

(1) Vorbereitet sein – Planen 

einsDer Vorteil von Vorkochen und Planung ist, dass man nur das einkauft, was man wirklich braucht. Schnell noch zum Bäcker gehen, und dann zum Mittagessen etwas bestellen, muss nicht sein, wenn man das eigene Essen mitgenommen hat. Das spart eine Menge Müll. Macht es einen Unterschied, ob man als Einzelperson das eigene Essen mitnimmt, oder nicht? Auf jeden Fall. Stellen wir uns einen Arbeitsplatz mit einem Team von 50 Leuten vor, und jede*r bestellt für die Mittagspause etwas ins Büro – der Plastikberg, der dadurch entsteht, ist riesig.

Keine Sorge – du musst nicht jede Mahlzeit bis ins kleinste Detail vorplanen. Aber es hilft, eine ungefähre Ahnung davon zu haben, was du in der Woche an Lebensmitteln verbrauchst. Wenn du es schwierig findest, das vorauszusagen, mach es anders herum – schreibe für eine Woche jeden Tag auf, was Du verbraucht hast, und nimm das als ungefähre Richtlinie für die kommende Woche. Das spart nicht nur Nerven und Zeit, sondern auch das “schnell-noch-unterwegs-was-holen” – was in den meisten Fällen dann doch in einer Menge unnötiger Tüten endet. Nimm dir vor, Zeit für den Wocheneinkauf einzurichten. Mach es zu einer Art Routine und etwas, auf das du dich freust. Und nimm dann für den Einkauf deine eigenen Taschen mit.

(2) Tasche im Gepäck haben 

zwei

Wirklich jede einzelne Mahlzeit für eine gesamte Woche vorzukochen und zu planen finde ich zwar bewundernswert, habe aber inzwischen für mich selber festgehalten, dass ich nicht ganz so organisiert bin – und mir daneben auch gerne die Zeit nehme, zumindest eine Mahlzeit frisch zu kochen und nicht aufzuwärmen. Auch, wenn ich weiß, was ich zum Kochen brauche – es passiert mir immer wieder, dass ich doch nicht alles im Schrank habe, mir noch etwas fehlt, ich noch einmal losmuss, oder mir auf dem Weg nach Hause noch etwas einfällt, was ich für das Kochen besorgen müsste. Deshalb habe ich mir angewöhnt, immer eine Stofftasche oder Beutel im Rucksack oder der Handtasche zu haben. Wer ein Auto hat, kann einfach ein paar Stofftaschen im Kofferraum lagern, sodass bei spontanen Einkäufen keine Plastiktüten benutzt werden müssen.

(3) Unverpackt einkaufen 

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Die einfachste Möglichkeit, plastikfrei einzukaufen – in einem Unverpackt-Laden, oder auf dem Wochenmarkt. Mach dich im Internet schlau – benutze am besten Ecosia  hierfür – und schau, welche plastikfreien Läden es bei dir in der Gegend zu entdecken gibt. Wenn es keinen “offiziellen” Unverpackt-Laden” gibt, kann eine Möglichkeit zum Beispiel auch ein Obststand sein, zu dem du deine eigene Tüten oder Tupperware mitnehmen kannst. Vielleicht bekommst du auch in einer nahgelegenen Markthalle einige Lebensmittel unverpackt. Letztendlich gibt es kein universelles Geheimrezept – entdecke deine ganz eigenen Ecken in der Stadt und deine eigene Routine, wie und wo du welche Lebensmittel nachhaltig besorgen kannst. Genau das macht die Sache doch auch so spannend – ich bin mir sicher, du wirst neue Orte in deiner eigenen Stadt entdecken, die du vorher noch nie bemerkt, oder beachtest hattest.

(4) Auf Marken achten

Vielleicht gibt es in deiner Stadt keinen Unverpackt-Laden, oder du hast nicht immer die Zeit dazu, dorthin, oder auf den Markt zu gehen. Dann eben doch in den Supermarkt, und dort, so gut es geht, einen Bogen um die in Plastik eingepackten Lebensmittel machen. Und wenn es keine unverpackte Alternative oder eine im Glas zu finden gibt? Nun, es gibt dennoch einiges, was du tun kannst, um nachhaltig einzukaufen. Achte auf die Marke der Produkte – kannst Du vielleicht eine lokale Marke unterstützen? Kannst du auf jene Marken verzichten, die mit großer Sicherheit unethisch handeln? Achte auch darauf, fair gehandelte Produkte zu kaufen, wie zum Beispiel Zucker, Kakao, oder Bananen. Kaufe nur das, was du wirklich brauchst, und vermeide Produkte mit Palmöl – der Anbau von Palmöl ist nicht immer nachhaltig und geht meist mit der Rodung von Regenwäldern einher. Es sind diese vielen kleinen Schritte, die den großen Unterschied machen.

Ganz gleich, ob du immer oder gelegentlich in einen Unverpackt-Laden gehst, oder du den gewöhnlichen Supermarkt bevorzugst, oder auf den Markt gehst – es gibt immer etwas, was du tun kannst, um den eigenen ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten. Was zählt ist, dass du dir Gedanken machst, und es versuchst – alles andere erfolgt dann. Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

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