Die Welt ein Schlückchen besser machen – was das Teetrinken mit einem nachhaltigen Lebensstil zu tun hat

Gerade jetzt zur kalten Jahreszeit gehört eines einfach dazu: eine Tasse Tee. Das Teetrinken ist zu einem Moment geworden, zu etwas, das voller wird, wenn man es teilt. Alles und nichts kann über eine Tasse geteilten Tees passieren – die Worte und Geschichten, die über eine Tasse Tee ausgetauscht werden, geben ihm sein kleines Stückchen Alltagsmagie. In der Hektik des Alltags geht der Moment oft verloren und wir greifen doch zur schnellen Variante. Warum sollten wir trotzdem damit aufhören, schnell Tee zu trinken, und es anstelle dessen auf langsame und achtsame Weise tun?

Was hat Teetrinken mit Nachhaltigkeit zu tun?

Die Sache beim Teetrinken ist folgende –  wenn wir es richtig machen, können wir dafür sorgen, dass Plantagen nicht vom schwankenden Marktpreis abhängig werden, und Ressourcen nicht auf unnachhaltige Weise ausgebeutet werden.  Wir können ein Zeichen setzen und haben mit unserer Tasse einen positiven Einfluss darauf, nicht noch weiteren die Umwelt verschmutzenden Müll zu verursachen.

Denn: auch, wenn wir eine Tasse aufgebrühten Tee teilen und bewusst und in vollen Zügen genießen, befinden wir uns noch immer am Ende einer langen Produktionskette Wir entscheiden selbst, wie wir sie beeinflussen möchten. Möchten wir sie positiv beeinflussen? Möchten wir etwas positiv verändern? Oder ist es uns gleich? Wie setzen wir unsere Prioritäten? Die schnelle Tasse, der schnell eingekaufte Tee? Oder die bewusste Tasse einer bewusst gewählten Sorte Tees?  Wir leben niemals nur für uns allein. Das Gute am Teetrinken: man kann jede Menge richtig machen und mit der täglichen Gewohnheit sogar etwas Gutes für sich und den Planeten tun.

(1) Mach das Teetrinken zu einem Ritual und Moment der Achtsamkeit 

eli-defaria-100532-unsplash.jpgErstmal durchatmen! Tee heilt – bei einer Erkältung kann frisch aufgekochtes Wasser mit geraspelter Ingwer, etwas Zimt, Zitrone und Honig Wunder wirken. Nach einem bewegten Tag kann eine Tasse Tee ein Moment der Ruhe und des Ankommens sein. Um das Ritual hinter dem Teetrinken zu erkennen, braucht es vor allem eines: Zeit. Und vielleicht auch den Willen, das Teetrinken jenseits der Hektik zu zelebrieren. Dann spürt man, was in einer Tasse Tee stecken kann, und kann das, sprichwörtlich, vollends auskosten. Wenn wir den Tee achten und wertschätzen, bleibt die Herkunft und Zubereitung keine Nichtigkeit mehr. Achtsames und bewusstes Teetrinken schont nicht nur uns selbst – sondern darüber hinaus auch den Planeten.

(2) Tee ohne Teebeutel – die müllfreie Alternative 

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Ganz davon abgesehen, dass es besser schmeckt – frische Minze oder Kamillenblüten in aufgebrühtes Wasser zu geben, ist anders, als einen Teebeutels hektisch aus der Packung zu reißen (Müll!), und schnell in die Tasse zu werfen. Ist es nicht faszinierend, dass Kräuter und Pflanzen so gut tun können? Tee braucht,  Zeit und kann eine Erinnerung daran sein, dass nicht immer alles auf Knopfdruck geschehen muss. Lernen wir, dem Tee seine Zeit zu geben, schrauben auch wir einen Gang runter.

Ein Teesieb kann immer wieder verwendet werden und zur eigenen “Zero Waste – Ausstattung” gehören. Die Kräuter, die übrig bleiben, können ganz einfach im Biomüll entsorgt, oder auf den Kompost gebracht werden.

(3) Tee im Teebeutel – worauf du beim Kauf achten solltest 

Was wäre die wohl gängigste Alternative? Aromen in einem Beutel, der sehr wahrscheinlich dazu noch gebleicht ist, ein Teebeutel, der mit einer Aluminiumnadel befestigt ist…? Das tut weder dem eigenen Körper, noch der Umwelt gut.

Doch es gibt gute Neuigkeiten! Einige Marken, die Tee aus der Packung anbieten, schmecken nicht nur vortrefflich, sondern schonen nebenbei noch die Umwelt.  Beispiele hierfür sind Clipper und Pukka. Beide bekommt man in Deutschland inzwischen in gängigen Drogeriemärkten. Viele Sorten sind fair gehandelt, die Teebeutel ungebleicht und die Verpackungen plastikfrei. Darüber hinaus schmecken sie auch um Welten besser, als die auf Aromen basierenden Teemarken, die man üblicherweise im Sortiment im Supermarkt findet.

Ansonsten gibt es eine Vielzahl an fair gehandelten Teesorten. Die sind, im Vergleich, zwar ein wenig teurer – aber sollte die Frage nicht eigentlich sein, warum andere Sorten so günstig sind…?

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Wie auch immer ihr gerne euren Tee trinkt – genießt ihn. Denkt daran, dass guter Tee euch gut tut. Ihr macht es also nicht nur dem Planeten zuliebe, wenn ihr Euch für fair gehandelten, oder nicht mit Plastik belastetem, oder allen außer den auf Aromen basierenden Tee entscheidet – ihr tut Euch selbst damit etwas Gutes! Viel Spaß beim Teetrinken!

 

 

 

 

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