Gender Bias in der Start-Up Szene – die Studie “Women & Own Business- What is holding them back?” der METRO AG

Die von der METRO AG durchgeführte Studie „Women & Own Business – What is holding them back?“ ergab, dass insgesamt 45% aller Frauen gerne ein Unternehmen gründen bzw. in die Selbstständigkeit starten möchten. Lediglich 12% gaben an, dass die Umsetzung dieses Schrittes auch sehr wahrscheinlich wäre. 

Diese Kluft zwischen Erstrebtem und Erreichtem nennt man „Entrepreneurial Gap“ – eine unausgeglichene Dynamik in der Start-Up Welt,  welchen Frauen und Männern nicht gleichermaßen die Türen offen halten kann. Jene Kraft, die Türen zufallen lässt und am Ende nur 12% den Zugang gewährt, ist Gender Bias.

Gender Bias zieht sich durch das Alltagsleben wie ein roter Faden bei jeder guten Geschichte. Nur, dass diese Geschichte – die Realität – stark verbesserungswürdig ist.

„Frauen weltweit werden als weniger kompetent angesehen für Karrieren, welche einst für Männer vorhergesehen waren und größtenteils noch immer von Männern vorgegeben werden.“,  heißt es in John C. Williams und Rachel Dempseys erfolgreichem und auf der von Sherry Sandbergs gegründeter Platform „Lean In“ empfohlenem Besteller „What Works for Women at Work“. 

Frauen stehen zwischen zwei Stühlen – verhalten sie sich zu weiblich, werden sie als inkompetent wahrgenommen, verhalten sie sich zu männlich, verlieren sie Sympathiepunkte.

„Jeder ist voreingenommen, ob wir es zugeben wollen, oder nicht.“, so Sheryl Sandberg.

Nicht nur sind wir alle voreingenommen sondern, mehr noch, treffen selbst „rationale“ Entscheidungen oftmals intuitiv. Intuition basiert auf Erfahrung. Erfahrungen, die in  Vergangenheit stattgefunden haben, prägen die Entscheidungen der Gegenwart. Hier liegt die Herausforderung – und auch die große Chance.

Die Sicherheit darüber, intuitiv  die richtigen Entscheidungen zu treffen,  kann irreführend sein. „Intuition basiert auf Erfahrungen der Vergangenheit, die von neuen Entwicklungen überholt sein können.“  Ähnlich wie das Kind und die Herdplatte. Angenommen es gäbe inzwischen umgehend abkühlende Herdplatten – was würde dann aus der Intuition? Nichts weiter als eine überholte Sicherheit?

Knappe 217 Jahre bleiben bis die Welt eine geschlechtergerechte ist. 

Es ist nicht weiter verwunderlich,  dass eine geschlechtergerechte Gegenwart weit entfernt ist, wenn heutige Entscheidungen auf Erfahrungen in einer von Geschlechterstereotypen bestimmten Vergangenheit basieren. Diesen Kreislauf gilt es zu durchbrechen.

Werden heute Geschlechterstereotypen zumindest schon einmal ins Bewusstsein gerufen, und auch Anstöße dazu gegeben, eigene Denkansätze kritisch zu hinterfragen, wagen wir einen Schritt in die richtige Richtung. Nämlich eine, die in ein Umfeld führt, welches neue Erfahrungen, und somit Entscheidungen, zulässt.

Organisationen können einen großen Beitrag dazu leisten, ein diverses Umfeld aktiv mitzugestalten, das eine Vielzahl an neuer – diversen –  Erfahrungen erlaubt. So prägen Unternehmen nicht nur die gegenwärtige Arbeitswelt positiv, sondern auch die Realität von morgen.

Besonders mit Blick auf Entrepreneurship ist die Unterstützung von Frauen, zum Beispiel in Form von Förderprogrammen, hoch gefragt und dringend notwendig, um ein ausgeglichenes Umfeld zu schaffen, in dem es allen möglich ist, eine Business-Idee auch tatsächlich umzusetzen.

Das ergab die Studie „Women & Own Business – What is holding them back?“, die von der METRO AG durchgeführt wurde. Diese Studie konnte deutlich aufweisen, dass geschlechterbedingte Ungerechtigkeiten Frauen weiterhin ein Hindernis sind. Auch die Start-Up-Welt kann Frauen so weniger Möglichkeiten und Zugängen bieten, als Männern. Förderprogramme, speziell auf Frauen ausgerichtet, können ein Anfang sein, Gender Bias abzuschaffen. 

Was Unternehmen konkret tun, um ein diverses, und auch familienfreundliches Arbeitsumfeld zu schaffen, und welche tolle Unterstützung Frauen innerhalb ihres Unternehmens erfahren haben, wird am Beispiel der METRO AG deutlich. Folgende Interviews sollen Vorbild und Motivation zugleich sein. Letztendlich sind sie jene Gegenkräfte, die trotz Gender Bias Türen öffnen und für nachfolgende Generationen geöffnet halten.

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Photo by Brooke Cagle on Unsplash

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