Die Frage müsste lauten: „Können wir uns Bias jeglicher Art überhaupt noch leisten, um langfristig bestehen zu können?“ – Mareike Mende-Ratnam, METRO AG

Flexible Arbeitszeiten auch in Bezug auf Führungspositionen setzen auch ein neues Verständnis von Führung voraus. Denken Sie, dass neue Arbeitsmodelle, wie etwa Job-sharing, sowie neue Impulse im Bereich Führung, wie das situative, fluide und kontextbezogene Verständnis von Führung, einen Beitrag dazu leisten, Gender Bias abzubauen?

Flexible Arbeitszeiten oder andere neue Arbeitsmodelle wie Job Sharing, Agilität,
virtuelle Teams und ein damit einhergehendes neueres Verständnis von Führung,
welches auf Sinnvermittlung, Vertrauen und situativer Anpassung fußt, sind
notwendige Anpassungen. Die Marktanforderungen ändern sich immer schneller.
Auch der Markt junger und hoch qualifizierter Talente mit einer gesunden und
kulturprägenden Einstellung zu Teamarbeit und Verantwortung stellt hier immer
schärfere Anforderungen an Unternehmen. Wer vielseitig einsetzbare Menschen
und hochmotivierte Experten für sich gewinnt, wird langfristig in der Lage sein, sich mit den Anforderungen der Märkte weiterzuentwickeln. Die Frage müsste
lauten: „Können wir uns Bias jeglicher Art überhaupt noch leisten, um langfristig
bestehen zu können?“
Unternehmen, die sich nachhaltig weiterentwickeln, sind darauf angewiesen,
dass Mitarbeiter Kreativität, Marktverständnis und Eigenmotivation mitbringen.
METRO legt sehr viel Wert darauf, nachhaltig Talente zu rekrutieren, auszubilden,
weiterzuentwickeln und so auch zu binden. Durch Kitaplätze, flexible
Arbeitszeitmodelle und Flexibilität wird viel geboten, um Talente nachhaltig und
lebensphasenorientiert zu halten. Wir beobachten aber doch eine Verlagerung
der Prioritäten vor allem bei den jüngeren Mitarbeitern, die unsere jetzige
Managergeneration irgendwann ablösen werden: Statussymbole, vertikale
Karriereorientierung und Bias verlieren an Gewicht und nachhaltiges und sinn-
bzw. werteorientiertes Handeln gewinnen immer mehr an Bedeutung. Diese
Entwicklungen unterstützen wir und sind der festen Überzeugung dadurch eine
deutliche ‚führungskulturelle‘ Veränderung in den nächsten Jahren zu erzielen, so
dass es uns besser gelingt, mehr Frauen und Männer davon zu überzeugen, dass
sich Frauen mit ihren Stärken in Führungsetagen einbringen müssen.

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